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Die wichtigsten Begriffe auf einen BlickAlgorithmus
Bei der
Datenverschlüsselung beschreibt der Algorithmus das Verfahren, mit dem die Daten
codiert werden. Je ausgeklügelter dieser Algorithmus ist, desto sicherer ist die
Verschlüsselung.
Brute Force
Übersetzt
bedeutet der Begriff soviel wie rohe Gewalt". Hier werden sämtliche Schlüssel-
bzw. Passwortkombinationen ausprobiert, bis die richtige gefunden ist. Brute
Force kommt meist erst zum Einsatz, wenn alle anderen Verfahren erfolglos waren.
Denn diese Methode kann extrem zeitaufwendig sein, je nachdem, welche
Rechnerleistung zur Verfügung steht und wie lang das Passwort ist. Geht man von
92 möglichen Zeichen aus (Großbuchstaben + Kleinbuchstaben + Zahlen + gängige
Sonderzeichen), ist die Anzahl der möglichen Passwörter 92n, wobei n die Passwortlänge ist. Auf einem
Pentium-166-MHz-PC testeten einige Entschlüsselungsprogramme bis zu 13.000
Passwörter pro Sekunde. Während ein dreistelliges Passwort unter diesen
Voraussetzungen relativ schnell aufgespürt wird in rund einer Minute -, dürfte
der Vorgang bei einem siebenstelligen Kennwort bis zu 181 Jahre dauern. Um mit
der Brute-Force-Methode ein achstelliges Passwort bis zum Jahr 2000
herauszufinden, hätte ein Neandertaler den Pentium-Rechner aktivieren müssen
!
Geheimtextanalyse
Die
Geheimtextanalyse (cyphertext only attack) ist eine
statistische Methode, das Passwort zu finden. Beispiel: der häufigste Buchstabe
in deutschen Texten ist das kleine e. Das Programm sucht die am häufigsten
vorkommende Sequenz im chiffrierten Text und geht davon aus, dass sie dem e
entspricht. Wurde ein simpler Algorithmus zur Verschlüsselung eingesetzt, lässt
sich dann ein Teil des Schlüssels errechnen. Dieses Verfahren funktioniert
jedoch nicht, wenn das Dokument zu wenig oder gar keinen Text enthält.
Klartextanalyse
Bei der
Klartextanalyse (known plain text attack) ist dem
Hacker ein Teil des unverschlüsselten Textes bekannt, oder es wird vermutet,
dass bestimmte Satzteile im Dokument vorkommen. Besonders häufig werden etwa
Standardeinleitungen oder Grußformeln probiert. Indem man den Klartext mit dem
chiffrierten Text vergleicht, läßt sich so bei einem simplen Algorithmus der
Schlüssel errechnen. Auch die Dateistruktur kann als Klartext dienen. Denn sie
ist in jedem Dokument eines bestimmten Formats die gleiche und daher allgemein
bekannt.
RC4
Der
Verschlüsselungs-Algorithmus RC4 bietet durch seine variable ?
Schlüssellänge ein annehmbares Maß an Sicherheit.
Bei Produkten aus den USA ist die Schlüssellänge jedoch oft auf 40 Bits
beschränkt.
Schlüssellänge
Mit dem
Schlüssel, der normalerweise aus einem Passwort generiert wird, werden die Daten
codiert. Die Schlüssellänge hängt ab vom ? Algorithmus. Je länger der Schlüssel, desto schwieriger
ist es, die codierten Daten zu knacken.
Wörterbuch-Suche
Die
Wörterbuch-Suche ist eine schnelle Variante der ? Brute-Force-Methode. Hier wird unterstellt, dass zur
Verschlüsselung ein natürliches Wort benutzt wurde also keine beliebige
Buchstabenkombination. Nacheinander werden daher Wörter aus einem Lexikon
ausprobiert. Im Internet gibt es Wörterbuch-Dateien in vielen Sprachen, die sich
dazu einsetzen lassen. Vorsicht: Hacker erweitern Wörterbücher gerne um
Begriffe, die aus dem näheren Umfeld der Person stammen, die die Datei
verschlüsselt hat. Dazu zählen etwa Namen von Familienmitgliedern oder
Automarken.
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